Thomauske: Man werde das Verfahren mit den partizipativen Elementen nicht zu Ende bekommen.

Thomauske hat recht

So wird Herr Thomauske in einem Artikel der VDI nachrichten zitiert. Und er hat recht: Wenn man das Verfahren so weiter fortsetzt und es lediglich mit ein paar partizipativen Elementen ausgeschmückt wird, wird man es nicht zu Ende bekommen. Es stellt sich nämlich immer wieder heraus, dass die Bürger nicht so dumm sind, für wie sie verkauft werden sollen.

Akzeptanz und Vertrauen

Zustimmung und Akzeptanz sind in erster Linie eine Frage des Vertrauens. Dieses ist aber in der Endlagerfrage in den letzten 35 Jahren systematisch kaputt gemacht worden.

Es stellt sich die Frage: Wie kann ein so geschädigtes Vertrauen wieder aufgebaut werden? Jedenfalls nicht damit, dass man hinter verschlossenen Türen um einen juristischen Text schachert.

Vergangenheitsbewältigung und Endlagerdialog

Der erste Schritt muss ein breit angelegter Endlagerdialog sein, der damit beginnt, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Dies kann nicht im parteipolitischen Raum geschehen, das zeigt der Gorlebenuntersuchungsausschuss ganz deutlich. Hier werden lediglich Ideologien ausgetauscht, Sachaufklärung findet nicht statt.

Initiative der Energieversorger?

Weshalb ergreifen nicht die Energieversorger die Initiative? Schließlich könnten sie sich reinwaschen, denn sie haben damals in der KEWA zusammen mit der Chemischen Industrie bei der Standortsuche für ein Nukleares Entsorgungszentrum auf die vergleichende Standortsuche gesetzt. Dieser richtige Ansatz wurde erst durch die Politik abgewürgt.

Sind es wirklich die Kosten, die bereits für Gorleben angefallen sind, oder ist es die leise Hoffnung, bei weiterer Verzögerung doch noch mit der Transmutation  in das Kerngeschäft zurückzukommen?

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