ENTRIA – da ist nicht nur der Anfang schwer

entria2Der neunte Monat

Nun geht das Verbundforschungsprojekt ENTRIA bereits in den neunten Monat und es passiert nichts, was kommunizierbar wäre. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man auf die Website schaut. Da ändert sich wenig bis nichts.

Aktuelles?

Zum Beispiel erscheinen unter Aktuelles gerade einmal folgende fünf marginale Meldungen:

  1. 03. Dezember 2012: Verbund bündelt Kompetenzen der Entsorgungsforschung
  2. 01. Januar 2013: Projektstart „Entsorgungsoptionen für radioaktive Reststoffe: Interdisziplinäre Analysen und Entwicklung von Bewertungsgrundlagen“
  3. 27. April 2013: Erstes ENTRIA-Projekttreffen
  4. 03. Juni 2013: Forum zum Standortauswahlgesetz, Berlin 29.05.-02.06.2013
  5. 19. Juni 2013: Gespräch mit dem niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz am 17.06.2013

Unter Publikationen findet sich lediglich ein Beitrag, der auf endlagerdialog.de bereits im Februar 2013 vorgestellt wurde.

Aktuelles und weitergehende Informationen durch eigene Recherche

Doch das ist das, was auf der ENTRIA-Site zu finden ist. Wo bleibt eigentlich der Vortrag von Herrn Plischke auf dem MASCOT-SAMO 2013 Meeting am 02.07.2013? Oder war es einfach zu viel Mühe, seine Slides mit allgemein verständlichem Text zu ergänzen?

Wo bleiben die KIT-Beiträge 1, 2 und 3 zum Ersten ENTRIA-Projekttreffen? War es auch hier zu viel Mühe, Vortragstext zu ergänzen?

Und wo ist der Redebeitrag von Herrn Riemann auf dem Forum Standortauswahlgesetz zu finden? Wo die Diskussionbeiträge von den anderen ENTRIA-MitarbeiterInnen? Wo sind die Einstiegspunkte in Teil1/12, Teil2/12 etc.?

Finanzierung des CDU-Wahlkampfs durch Steuermittel

Insgesamt erscheint das Projekt als Steuergeldabzocke und Wahlkampfmanöver zur Niedersachsenwahl im Januar 2013. Wie lautete es in der Pressemitteilung der LINKEN-Landtagsfraktion von Niedersachsen vom 03.12.2013?

„Was sich die Ministerinnen Annette Schavan und Johanna Wanka da ausgedacht haben, dient nicht der Sache, sondern höchstens dem Wahlkampf der niedersächsischen CDU.“

Akteneinsicht vorerst gescheitert – Antwort nach gut zwei Monaten

Ein Versuch, durch Akteneinsicht etwas Licht in das Dunkle zu bekommen, wurde vorerst abschlägig beschieden. Es gab lediglich den Hinweis, dass man weitere Informationen durch Eingabe des Förderkennzeichen 02S9082% in die Suchmaske zu Forschungsprojekten erhält. Das Ergebnis kann marginaler nicht sein.

endlagerdialog.de bleibt am Ball – Das Gemauschele um die Besetzung des Beirats

Doch endlagerdialog.de bleibt am Ball. Bezeichnend ist das Gemauschele bei der Besetzung des Beirats. Dazu wurde jetzt beim BMBF angefragt:

 Unabhängig bitte ich Sie um Auskunft, wie sich nach http://www.entria.de/330.html?&tx_ttnews[backPid]=327&tx_ttnews[tt_news]=201&cHash=0c4df34cce49989805d20f551a94d1f6 beim ersten Projekttreffen vom 24. bis zum 26. April 2013 erste angeregte Diskussionen mit Mitgliedern des Beirats ergeben konnten, obwohl laut Ihrem Schreiben am 22.08.2013 die Besetzung des Beirats noch nicht abgeschlossen war. Bitte teilen Sie mir mit, welche BeiratsmitgliederInnen am 24. bis 26. April aufgrund welcher Regelung bereits benannt waren und zu welchen Zeitpunkten welche weiteren Personen benannt wurden.

Aus aktuellem Anlass: Das neue Schlagwort „ENTRIA“

Alle Beiträge zu ENTRIA in diesem Blog sind unter dem Stichwort ENTRIA zu finden.

 

Ein Gedanke zu „ENTRIA – da ist nicht nur der Anfang schwer

  1. Besetzung des Beirats
    Die Frage zur Besetzung des Beirats wurde nicht nur an das BMBF, sondern auch an ENTRIA direkt gerichtet. Vom BMBF liegt bisher keine Antwort vor.

    Seitens ENTRIA hat Christian Tzschentke geantwortet. Danach gab es beim ersten Projekttreffen bereits zugesagte Mitglieder des Beirats, denen die Teilnahme an diesem Treffen ermöglicht wurde. Im Übrigen wird auf das zuständige BMBF verwiesen. Der gesamten Email-Wechsel kann hier nachgelesen werden.

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