Sitzung AG 1: Vom Dunkel einer Ablehnung zum Lichtschimmer am Horizont

ag1_16Zuschrift: Inhaltsverzeichnis zu Audiomitschnitten

Die 16. Sitzung der AG 1 begann mit der Behandlung einer Zuschrift, die nicht veröffentlicht wurde, höre Audiomitschnitt 0:05:18. Inhalt war die Bitte, zu den Audioaufzeichnungen Inhaltsverzeichnisse zur Verfügung zu stellen, damit bestimmte Beiträge leichter auffindbar werden. Es wurde beabsichtigt, dies wegen des sehr hohen Aufwandes und der angeblich geringen Nutzungszahlen der Audiomitschnitte abzulehnen. Es wäre eine programmtechnische Änderung des Internetauftritts notwendig. Erst die Intervention von Herrn Fox, BI Morsleben, führte dazu, dass die Frage nochmals zur Prüfung an Herrn Voges zurückgegeben wurde.

Vollkommenes Unverständnis der technischen Möglichkeiten

Es stellt sich die Frage, in welchem dunklen Umfeld sich die Endlagerkommission bewegt. Die oben genannte Ablehnung zeugt vom vollkommenen Unverständnis der technischen Möglichkeiten. Hier exemplarisch das Inhaltsverzeichnis der Sitzungsaufzeichnung entsprechend der Tagesordnung:

  • 0:00:00 – TOP 1
  • 0:04:24 – TOP 2
  • 0:05:18 – TOP 3
  • 0:09:10 – TOP 4
  • 1:09:03 – TOP 5
  • 2:11:40  – TOP 6
  • 4.30:50  – Fortsetzung TOP 5
  • 6:06:40 – TOP 7
  • 6:42:52 – Verschiebung von TOP 8 und 9 auf die nächste Sitzung

Diese Information kann mit wenig Aufwand erstellt und zum Beispiel als PDF ohne programmtechnische Änderung des Internetauftritts zur Verfügung gestellt werden.

Ein Lichtschimmer am Horizont: Langzeitsicherheitsnachweis

Doch es gab in der Sitzung auch einen Lichtschimmer am Horizont. Unter TOP 6 Erörterung Bürgerbeteiligung hat das BfS von den Erfahrungen berichtet, die das Amt bei Endlagerprojekten bisher gesammelt hat. Der Mitarbeiter des BfS kam da zu einem erstaunlichen Schluss: Er trug vor, dass der Begriff Langzeitsicherheitsnachweis nicht passend sei. Dass die Verwendung dieses Wortes die eigentlichen Gegebenheiten bei der Endlagerung – geprägt von Unsicherheiten – vollkommen ignoriert. Der Begriff Langzeitsicherheitsnachweis suggeriere eine sehr hohe Sicherheit, höre Audiomitschnitt 4:09:15.

Innerhalb von zehn Jahren hat sich etwas bewegt

Auf diese Fehlkommunikation hat endlagerdialog.de schon mehrfach hingewiesen, siehe zum Beispiel in den Beiträgen “Langzeitsicherheitsnachweis” – Das BfS lernt endlich dazu und Der doppelte Euphemismus “Langzeitsicherheitsnachweis”. Dass jetzt das BfS so etwas öffentlich darlegt, kommt einer revolutionären Entwicklung gleich. Erinnert sei an zwei Personalgespräche im Oktober 2005 und Februar 2006, wo Parallelen zwischen Langzeitsicherheitsnachweis und den Gottesbeweisen aufgezeigt wurden. Damals – vor jetzt zehn Jahren – war es mit ein Anlass, einen Mitarbeiter strafzuversetzen.

BfS als lernende Behörde

Das BfS ist offensichtlich eine lernende Behörde. Ob aber die Lerngeschwindigkeit ausreicht, um mit den Entwicklungen im Endlagerbereich mitzuhalten, darf bezweifelt werden. Zehn Jahre ist für solch eine einfache Einsicht eine recht lange Zeit.

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