Henscheids „Trilogie des laufenden Schwachsinns“ und K-Drs. AG3-96

triWeder Bischof noch Mätresse

Bei der Lektüre des dritten Romans in Henscheids Trilogie des laufenden Schwachsinns mit dem Titel Die Mätresse des Bischofs stellt sich heraus, dass es weder einen Bischof noch eine Mätresse gibt. Dazu siehe auch ZEIT-Artikel von 1980 mit dem Titel Europäisches Bayern samt Bayern und Preußen.

Kein Dosisindikator, jedenfalls keine Berechnungsmethode dafür

In K-Drs. AG3-96 wird immer wieder der Indikator Dosisleistung verwendet und – trotz aller Betonung der Unsicherheiten  – schließlich als Gleichstellungskriterium verwendet:

Unterhalb von 0,01 mS/a gelten alle Standortregionen bzw. Standorte hinsichtlich dieses Schutzkriteriums als gleichwertig.

Es stellt sich jedoch heraus, dass es diesen Indikator (Einheit mSv/a) gar nicht gibt, jedenfalls existiert dazu keine Berechnungsmethode. Wie will man da einen konkreten Grenzwert begründen? Weiterlesen

AG 3: Vieles bleibt noch offen

IMG_4125Tagesordnung nicht aktualisiert

Die Sitzung der AG 3 am 22.02.2016 sollte laut Tagesordnung auf der Grundlage von sechs Drucksachen (K-Drs. 176, AG3-87a, AG3-89, AG3-91, AG3-92, AG3-93) durchgeführt werden. Vor dem Sitzungsraum wurde aber eine gut doppelte Anzahl von Unterlagen ausgelegt (K-Drs. 176, AG3-87a, AG3-88, AG3-89, AG3-90, AG3-91, AG3-92, AG3-93, AG3-94, AG3-95, AG3-96, AG3-97, AG3-98). Offensichtlich wurde es versäumt, die Tagesordnung zu aktualisieren. Weiterhin wurden die Unterlagen lediglich als Schwarzweißkopien zur Verfügung gestellt. Bei den farblich strukturierten Papieren waren die Kopien deshalb nur eingeschränkt brauchbar. Aber immerhin: Es wurden offensichtlich in der Sitzung keine Geheimpapiere verwendet, wie es sonst üblich war.

Geowissenschaftlichen Kriterien – quantitativ oder qualitativ

Im Mittelpunkt stand die Bearbeitung der geowissenschaftlichen Kriterien. Die Anregung aus der Fachtagung Kriterien für die Standortauswahl, die Kriterien qualitativ statt quantitativ zu formulieren, wurde in der AG3 abgelehnt. Weiterlesen

Endlagersuche: Defizite bei Redundanz und insbesondere Diversität

datf_siSicherheitsphilosophie bei risikoreichen Anlagen

Zu vielen risikoreichen Anlagen gibt es Sicherheitsphilosophien mit den Grundprinzipien  Redundanz (mehrfach vorhandene gleichartige Schutzsysteme) und Diversität (unterschiedliche Schutzsysteme zur Beherrschung gleicher oder ähnlicher Störungen). Es ist das Zugeständnis, dass Fehler und Fehleinschätzungen nicht auszuschließen sind und deshalb eine fehlerfreundliche Gestaltung notwendig ist.

Redundanz und Diversität bei kerntechnischen Anlagen

Für kerntechnische Anlagen ist das Konzept der gestaffelten Abwehrmaßnahmen entwickelt worden. Zu wesentlichen Auslegungsmerkmalen gehören auch hier die Prinzipien Redundanz und Diversität.

Das Deutsche Atomforum e. V. führt dazu aus: Weiterlesen

AG 3: Langsam, langsam wächst die Transparenz und die Länderkompetenz wird einbezogen

top4_drsZeitmarken zum Audiofile und Drucksachennummern in der Tagesordnung

Mit Erstaunen konnte man am 04.02.2016 feststellen, dass das Audiofile der AG3-Sitzung vom 02.02.2016 bereits im Internet verfügbar war. Und nicht nur das: Sogar eine Tabelle mit den Zeitmarken wurde erstellt. Damit wurden endlich die Anregungen aus den Sitzungen der AG 1 am 16.10. und 12.11.2015 umgesetzt. Es handelt sich dabei um technisch einfache Maßnahmen, die nun – zwanzig Monate nach Arbeitsaufnahme und fünf Monate vor Arbeitsende – endlich etwas mehr Transparenz in die Verhandlungen bringt. Erstmals enthält die Tagesordnung auch die Drucksachennummern, die zu den einzelnen TOPs vorliegen.

Wird die Endlagerkommission gezielt ausgebremst?

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