BfE-Forschungskonzeption in der Konsultation

Forschungsstrategie und -agenda, Onlinekonsultation

Das BfE legte im Oktober 2018 eine Forschungsstrategie und -agenda in sogenannten Konsultationsfassungen vor. Dazu fand bis Mitte Dezember 2018 eine Onlinekonsultation statt. In diesem Zeitraum konnten Interessierte eine Stellungnahme an eine angegebene Emailadresse senden. Die eingegangenen Stellungnahmen wurden vom BfE bisher nicht veröffentlicht. Allein der Beitrag der ESK ist seit geraumer Zeit auf der ESK-Internetseite einfach auffindbar.

Workshop zur BfE-Forschung

Am 30.01.2019 fand ein öffentlicher Workshop statt. Etwa 90 Personen hatten sich angemeldet, darunter neun von Universitäten, gefolgt von der GRS, Forschungszentrum Jülich, GFZ, Helmholtz, BAM, BGR, KIT etc. Die am stärksten vertretene Institution war das BfE selbst, die MitarbeiterInnen nahmen Moderations- und Dokumentationsaufgaben wahr.

Mittel aus BMU- und eigenem BfE-Haushalt und Wissenschaftskommunikation

Angekündigt wurde, dass sowohl aus dem Ressortforschungsprogramm des BMU als auch weitere Mittel direkt aus dem BfE-Haushalt für Forschung zur Verfügung gestellt werden sollen. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Im Eingangsstatement wurde vom BfE das eigene Defizit in der Wissenschaftskommunikation (aktuelle Entwicklungen siehe hier) benannt. Hier sei noch Luft nach oben. Offensichtlich hat das BfE erkannt, dass die Zeiten der einfachen Sprachregelungen und des Veröffentlichen von Forschungsberichten ohne Aufbereitung insbesondere im Bereich Endlagerung vorbei sind.

Die Prioritäten fehlen

Allgemein wurden von den Teilnehmern Forschungsstrategie und -agenda als sehr umfassend beurteilt, was aber fehle, sei eine Priorisierung, die sich insbesondere an den gesetzlichen vorgegebenen Zeithorizonten für Zwischenlagerung und Endlagerung orientieren muss.

Rolle des BfE, Überblick über Ressortforschung, Mittel für die Öffentlichkeit

Weiterhin sollte das BfE stärker seine Rolle in der Forschung gegenüber anderen Institutionen abgrenzen. Als wichtig wurde erachtet, einen Überblick über alle Forschungsaktivitäten im Bereich der nuklearen Risiken zu bekommen. Dass das eine Aufgabe des BfE sein sollte, wurde eher infrage gestellt. Die Forschung des BfE sollte stärker die vorhandenen Forschungslandschaft und -linien von BMWi, BMU und BMBF berücksichtigen. Neben den Mitteln für Auftragsforschung sollten auch Mittel für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, um eigene Expertisen erstellen zu können und unter anderem den Besuch solcher Veranstaltungen einem breiteren Kreis der Bevölkerung zu ermöglichen.

Zusammenfassung Workshopforen und Onlinekonsultation

In der Zusammenfassung wurde neben den Ergebnissen in den vier Foren des Workshops auch kurz die Ergebnisse der Online-Konsultation dargestellt. Es wurde in Aussicht gestellt, dass bis Ende März 2019 die Konsultation in beiden Formaten dokumentiert und entschieden werden soll, welche Anregungen übernommen werden und welche nicht. Bis zur Sommerpause werden dann die Strategie und Agenda in überarbeiteter Fassung vorliegen, sodass auf der 2. Statuskonferenz dies Thema sein könnte.

Onlinekonsultation nicht öffentlich? Forschungsplan? Forschungsplanung BGE?

Weshalb die Onlinekonsultation nicht in öffentlicher Form durchgeführt wurde, wurde nicht mitgeteilt. Weiterhin gab es keinerlei Aussagen über den BfE-Forschungsplan, der auf der Basis von Strategie und Agenda erstellt werden sollte. Auch zur Forschungsplanung der BGE/BGE tec, die laut Auskunft der BGE auf der 1. Statuskonferenz Anfang 2019 vorgestellt werden sollte, konnte keine Information erhalten werden.

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