Endlagerkommission findet zum AkEnd zurück

akendTOP 4 der Sitzung Endlagerkommission

Bei ihrer ersten Sitzung fand die Endlagerkommission nach § 3 StandAG am 22.05.2014 unter Tagesordnungspunkt 4 Gedankenaustausch zum Arbeitsauftrag zum  Ergebnis des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) zurück. Dieser hatte seine Empfehlungen vor gut einem Jahrzehnt im Jahr 2002 vorgestellt.

Als Basis die Empfehlungen des AkEnd

Praktisch einhellig wurden diese Empfehlungen als wesentliche Basis vorgeschlagen, auf der die Kommissionsarbeit aufbauen könne. Drei Mitglieder in der Kommission waren auch im AkEnd tätig – Herr Appel, Herr Sailer und Herr Thomauske. Weiterlesen

Endlagerkommission: Die Arbeit beginnt mit einem Desaster

endlkommErste Sitzung der Kommission

Nun soll am Donnerstag, den 22. Mai 2014 um 12 Uhr im Paul-Löbe-Haus Saal E 700, die erste Sitzung der Endlagerkommission stattfinden.

Fast ein Jahr Rückstand

Der Bundestagsbeschluss dazu ist nun schon fast ein Jahr alt, siehe Beschluss vom 28. Juni 2013  (17/13471, 17/14181). Schon hier fängt das Desaster an: Der Link zu 17/13471 ist auf bundestag.de falsch gesetzt.

Wissenschaftsbasiert?

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Dosisberechnung bei der Langzeitlagerung – seit Ankündigung Anfang 2009 nichts Neues

BMUB_SSKDie BMU-Ankündigung 2009

Vor gut fünf Jahren – am 18.02.2009 – wurde seitens des BMU mitgeteilt (Dialog nach dem Endlagersymposium 2008, Seite 21):

Das BMU zum Beitrag von helkow:
Derzeit ist vorgesehen, konkretisierende Vorgaben zur Berechnung effektiver Dosen und Risikowerte im Langzeitsicherheitsnachweis in einer Leitlinie festzulegen.
18.02.2009

Anfrage im Jahr 2012

Eine Anfrage an das BMU vom 14.03.2012 zum Stand der Arbeiten ist gut vier Monate später nach mehreren Anmahnungen beantwortet worden. Darin wurde mitgeteilt – siehe auch Beitrag Von der Radioaktivität im Grundwasser zur Strahlenbelastung des Menschen:

Das BMU wird die Strahlenschutzkommission (SSK) bitten, Empfehlungen für die Berechnung der effektiven Dosis aus der Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle zu geben. Hierfür wurde erstmalig am 12.06.2012 einer Arbeitsgruppe der Strahlenschutzkommission durch das BMU der Beratungsbedarf erläutert, mit den AG-Mitgliedern diskutiert und der Umfang der Arbeiten umrissen. Die nächste Sitzung der AG wird voraussichtlich am 24.08.2012 stattfinden.

Eine Konkretisierung des Beratungsauftrags des BMU an die SSK steht ebenfalls in dieser Antwort: Weiterlesen

ENTRIA wünscht sich einen engen Austausch mit der Endlagerkommission

ENTRIA_memENTRIA-Memorandum

Anfang Mai 2014 veröffentlichte der Forschungsverbund ENTRIA ein Papier mit dem Titel Memorandum zur Entsorgung hochradioaktiver Reststoffe. Auf 40 Seiten werden darin aus der Sicht von ENTRIA die wichtigsten Spannungsfelder benannt, die bei den Entscheidungen zur Lagerung radioaktiver Abfälle berücksichtigt werden sollten.

Verknüpfung zur Endlagerkommission

Die Verknüpfung zur Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe nach § 3 StandAG ist schnell gefunden, denn in  § 4 Abs. 2 Stand AG ist formuliert: Weiterlesen

“Gorleben tilgen” erhöht den Nachrichtenwert

FRDie AFP-Headline

AFP bringt unter der reißerischen Headline BUND: Gorleben muss aus Standortliste für Endlager getilgt werden eine Zusammenfassung eines Interviews von Klaus Brunsmeier, BUND-Vertreter in der Endlagerkommission, mit Joachim Wille in der Frankfurter Rundschau vom 05.05.2014.

Der FR-Artikel im Original

Der FR-Artikel selbst hat nicht den von der AFP-Meldung suggerierten Charakter. AFP hat zwecks Steigerung des Nachrichtenwerts offensichtlich ordentlich dramatisiert. Die FR-Überschrift lautet “Das ist kein Feigenblatt” – Der Vize-Vorsitzende des BUND, Klaus Brunsmeier, über seine Teilnahme in der Atomendlager-Kommission. Brunsmeier erwähnt im gesamten Interview den Standort Gorleben an fünf Stellen. Weiterlesen

Endlagerkommission – Transparenz kommt später!?

end_komMit Verspätung

Die Politik hat endlich eine Endlagerkommission eingesetzt. Zwar geschah das mit gut einem halben Jahr Verspätung, aber es gab eben kein “politisches Zeitfenster”. Die nun 33+(8+8)+1-2+1 köpfige Kommission wird zügig die Arbeit aufnehmen müssen, um den Zeitplan halbwegs einzuhalten. Die Politik hat jedoch den durch Nichtentscheidung entstandenen Zeitdruck entschärft (18/1068): Weiterlesen

Die Lüge von der Transparenz

transp
BfS und Transparenz

Im Zusammenhang mit der Endlagerung radioaktiver Abfälle wird immer wieder der Begriff Transparenz benutzt. So spricht die zuständige Bundesoberbehörde, das BfS, häufig von Transparenz, um Vertrauen zu schaffen. Zwei Beispiele:
1) Eröffnung von INFO KONRAD

Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger Weiterlesen

Langzeitrisiko – Bewertungsmaßstäbe und Transmutation

ERAM_Freisetzung2Effektive Dosis nach AVV

Das Langzeitrisiko bei der Lagerung radioaktiver Abfälle wird von Behörden immer noch meist mit der effektiven Dosis nach AVV abgeschätzt. Damit wollen sie die Einhaltung der Schutzziele “nachweisen” und die “Optimierung” darstellen.

wetterPrognose ohne Bandbreite

Die Berechnungen über lange Zeiträume werden als Linie in Grafiken eingetragen. Die sonst bei Prognosen angegeben Unsicherheitsbandbreiten – siehe zum Beispiel  Temperaturen in den Wettervorhersagen – werden dabei nicht dargestellt. Dies wurde im Erörterungstermin zu Morsleben bemängelt – siehe Wortprotokoll, Seite 7-61.

Prognosen ohne klar definierten Maßstab

Bei diesen Prognosen spielt die Vermischung von Parameterunsicherheiten mit definierter Verteilung und von Ungewissheiten ohne Verteilungsfunktion eine Rolle. Weiterlesen