Fehlerkultur – was ist daraus geworden?

aus Vortrag von Prof. Dr. habil. Oliver Sträter: Aspekte menschlicher Zuverlässigkeit in der Standortauswahl

Keynote auf der 2. Statuskonferenz

Auf der zweiten Statuskonferenz zur Endlagersuche wurde ein interessanter Vortrag gehalten. Diese Keynote Außenansicht eines Insiders ging stark verklausuliert auf die Fehler des bisherigen Verfahrens ein. Vorgeschlagen wurde für jede beteiligte Institution eine Fehlerliste. Leider sind die Fehlerlisten von Bundestag/Bundesrat, BMU, BfE, BGE und NBG im Fazit des Vortrags nicht wirklich ausgefüllt und zur Fortführung den Akteuren übergeben worden.

Ergänzender Kommentar des Partizipationsbeauftragten

Ein ergänzender Kommentar des Partizipationsbeauftragten zur Berichterstattung von endlagerdialog.de lautete:

Bemerkenswert in der Fazit-Runde fand ich die Ankündigung von Herrn Kanitz, die Idee der Fehlerdokumentation bei der BGE aufzugreifen, sowie die Ankündigung von Herrn König, ein vergleichbares Format für das BfE zu finden und zudem die Vorbereitung der Fachkonferenz Teilgebiete weiterzuentwickeln.

Und die Realität

Jetzt – ein knappes Jahr später – laufen nach Ansicht von endlagerdialog.de die Fehlerlisten von Bundestag/Bundesrat, BMU, BfE (jetzt BaSE), BGE und NBG über. Leider findet man solche Dokumentationen weder bei der BGE noch beim BaSE.

Oder hat endlagerdialog.de da etwas übersehen? Dann bitte ich um Hilfestellung. Die Kommentarfunktion steht jedem offen, auch anonym!

2 Gedanken zu „Fehlerkultur – was ist daraus geworden?

  1. Vielleicht könnte endlagerdialog.de mit gutem Beispiel vorangehen und mit einer eigenen Fehlerliste die Dokumentation beginnen – als Best-Practice-Beispiel, zur baldigen Nachahmung durch andere Institutionen?

    • Vielleicht ist es etwas überzogen, einem 1-Personen-Betrieb, der es in der öffentlichen Auseinandersetzung mit mehreren 100-Personen-Betrieben gleichzeitig aufnimmt, zu sagen, bevor er Veränderungen anmahnt, soll er sich selber ändern.
      Die Idee eines Best-Practice-Beispiels ist dennoch gut. Für das NBG. Deren Sprecherin und Sprecher stellen sich regelmäßig vor die Medien und sagen ohne erkennbare Datengrundlage, sie genössen in der Gesellschaft ein besonders hohes Vertrauen. Da würde es gut passen, mit gutem Beispiel voranzugehen.

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