Tongestein

Die Tongesteine Deutschlands wurden in Hoth, P., H. Wirth, et al. (2007) auf die Untersuchungswürdigkeit bezüglich der Endlagerung radioaktiver Abfälle untersucht.

In Norddeutschland wurden Tongesteine von Unterjura, Mitteljura und Unterkreide näher betrachtet und folgende Vorkommen als untersuchungswürdig eingestuft.

 

In Süddeutschland sind die Tongesteine aus dem Mitteljura (Opalinuston) näher untersucht worden. Folgende Vorkommen stellten sich als untersuchungswürdig heraus.

Hoth, P., H. Wirth, et al.(2007). Endlagerung radioaktiver Abfälle in tiefen geologischen Formationen Deutschlands Untersuchung – Bewertung von Tongesteinsformationen.

2 Gedanken zu „Tongestein

  1. Guten Tag Endlagerdialog, ich wohne hier südlich von Ulm an der Donau.
    Wann werden in diesem Gebiet die Probebohrungen unternommen? Weiss man das schon?
    Wo würden die Ergenisse veröffentlicht?
    Vielen Dank für Ihre Info.
    Grüße
    Ottmar Locher, Ulm

  2. Sehr geehrter Herr Locher,

    vielen Dank für Ihre Nachfrage.

    Probebohrungen sind erst in der Phase II geplant. Das ist noch ein weiter Weg. Die bisherige Gesamtzeitplanung der BGE (Stand 18.04.2019) macht dazu noch keine konkreten Aussagen. Interessant ist die Grafik auf Seite 7:

    Bohrungen gehören zu den übertägigen Erkundungen, in der Abbildung ist das der blaue Punkt 3.1.. Zurzeit befindet sich das Verfahren in Phase I, Schritt 1. Die Vorlage des Zwischenberichts Teilgebiete – Raute mit der Nummer 1 – ist für Ende September 2020 angekündigt. Danach tagt die Fachkonferenz Teilgebiete.

    Die BGE erstellt zu den Teilgebieten Sicherheitsuntersuchungen (die entsprechende Verordnung ist noch nicht verabschiedet) und wendet alle geologischen und planungswissenschaftlichen Kriterien an. Das Ergebnis ist der Bericht Standortregionen – Raute Nummer 2. In allen Standortregionen, die in diesem Bericht benannt werden, werden Regionalkonferenzen einberufen. Die übertägig zu erkundenden Standortregionen werden schließlich durch Bundesgesetz festgelegt. Erst danach sind Probebohrungen zu erwarten.

    Die Informationen zu den Teilgebieten und Standortregionen werden im Internet bei der Regulierungsbehörde BaSE und beim Vorhabenträger BGE zu finden sein. In der Fachkonferenz Teilgebiete und in den Regionalkonferenzen soll intensiv darüber diskutiert werden.

    Die Ergebnisse der Bohrungen in den Standortregionen werden voraussichtlich ebenfalls bei BaSE und BGE zu finden sein und Gegenstand der Arbeit der Regionalkonferenzen sein.

    Ob der Termin zur Veröffentlichung des Zwischenberichts Teilgebiete eingehalten werden kann, ist fraglich. Dazu fehlt noch das Geologiedatengesetz, damit der Zwischenbericht anhand der verwendeten Geologiedaten nachvollzogen werden kann. Diese Transparenz ist bisher nicht gegeben, da viele Daten mit Rechten Dritter belegt sind. Weiterhin wird die derzeitige Pandemiesituation zu weiteren Verzögerungen führen.

    Die Bohrpunkte und Bohrergebnisse – sogenannte Schichtenverzeichnisse- sind schon heute teilweise öffentlich einsehbar – siehe hier. Die folgende Abbildung zeigt die Lagen der Bohrungen im Raum Ulm mit einer Bohrlänge größer 300 m.

    Die Lagen der Bohrungen in Bayern sind bisher nicht öffentlich verfügbar. Auch die Einsicht in die Schichtenverzeichnisse der hier gezeigten Bohrungen in Baden-Württemberg muss beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (Archiv.LGRB@rpf.bwl.de) beantragt werden.

    In der BGR-Tonstudie ist auf Seite 15 das Ergebnis der Bohrung Donautherme Neu-Ulm (Bohrlänge 1036 m) zu finden.

    Für weitere Fragen steht endlagerdialog.de gern zur Verfügung.

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