BGE: „Informationsangebot erweitert“

Meldung über erweitertes Informationsangebot

In einer Meldung vom 08.02.2021 verkündet die BGE, sie habe ihr Informationsangebot zum Zwischenbericht erweitert. So sind dreiundzwanzig 3D-Modelle zur Verfügung gestellt worden, eine Einleitung in die Bedienung ist nicht zu finden. Weiterhin sind die Shape-Dateien zu den Identifizierten Gebieten schon seit längerer Zeit verfügbar. Wie man sich ein eigenes GIS-System zum Beispiel mit QGIS aufbaut, wird nicht erläutert. Hier könnte BaSE Hilfestellung leisten.

Antworten aus den Videosprechstunden fehlen, Links führen in die Irre

Die Antworten zu den Fragen, die in den Videosprechstunden gestellt wurden, findet man ebenfalls nicht. Sehr enttäuschend ist der Link zur Grafik zur besseren Orientierung. Die Grafik gibt es schon lange und sie ist ohne Funktion. Denn es gibt darin keine Links zu den entsprechenden Unterlagen. Es ist einfach eine platte Grafik. Ebenfalls enttäuschend ist der Link zu den aktualisierten Datenberichten. Er führt zu allen Berichten, ohne dass die aktualisierten Berichte erkennbar wären. Da muss man erst alles anklicken.

Weiß die BGE selbst nicht mehr, wo die Daten zu finden sind?

Man hat inzwischen den Eindruck, dass die BGE selbst nicht mehr weiß, wo welche Daten sind und welche aktualisiert wurden. So konnte die Frage von endlagerdialog.de in der AG B1 auf der 1. Erörterung des Zwischenberichts, wo denn die Schichtenverzeichnisse der Bohrungen zu finden seien, die für die Verifizierung der 3D-Modelle verwendet wurden, weder während der AG-Sitzung noch später über das extra installierte Informationstool beantwortet werden. Eine Nachfrage per Email führte lediglich zu einer Eingangsbestätigung.

Die Abteilung Öffentlichkeitsbeteiligung des BaSE im Winterschlaf

Das BaSE, das nach § 5 Abs. 2 StandAG dafür zu sorgen hat, dass die Öffentlichkeit umfassend und systematisch unterrichtet wird, wird nicht aktiv. Dabei ist der Zwischenbericht bereits seit gut vier Monaten öffentlich und es gibt seitens BaSE keinerlei Lesefassung oder Ähnliches. Man hat den Eindruck, die Abteilung Öffentlichkeitsbeteiligung des BaSE befindet sich im Winterschlaf. Auch bei der BGE sollte man mehr erwarten, denn der Geschäftsführer Studt erklärte auf der Fachkonferenz, die BGE sei nicht überlastet.

Englische Fassung jetzt verfügbar

Ein positiver Aspekt ist herauszustellen: Es gibt den Zwischenbericht jetzt auch in englischer Sprache. Und einige Stellungnahmen der Länder sind jetzt versteckt unter Endlagersuche->Wesentliche Unterlagen->Diskussionen und Fachdebatte->Stellungnahmen->Fachstellungnahmen zu finden. Einen direkten Link zu Fachstellungnahmen gibt es nicht. Es gibt auch keine Möglichkeit alle Neuerungen in den Unterlagen sich anzeigen zu lassen. Instrumente wie RSS-Feed sind offensichtlich unbekannt. Weiterhin wird nur der Stand der Unterlage angegeben, jedoch nicht, wann diese Unterlage auf die Internetseite gesetzt wurde. Das wäre wohl zu viel Transparenz.

Ein Gedanke zu „BGE: „Informationsangebot erweitert“

  1. Moratorium notwendig

    Welchen Sinn macht es, eine Fachkonferenz abzuziehen, wenn viele der anfänglichen Fragen an die BGE nach Monaten immer noch nicht beantwortet sind? Nach Herrn Studt liegt es nicht an der Überlastung der BGE. Woran liegt es sonst? An der Geheimniskrämerei der BGE?

    Hier muss die Überwachungsbehörde einschreiten und ein Moratorium ausrufen. Die dafür zuständige Organisationseinheit ist das Notariat ohne Notar*in am BaSE. Dafür ist es ja installiert worden.

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