Die „pathologischen“ Endlager-Institutionen

top_6_23_03_2016Selbsthinterfragende Systeme – generativ bis pathologisch

In der Sitzung der AG 3 am 23.03.2016 ging es unter TOP 6 um selbsthinterfragende Systeme. Angehört wurde Herr Sträter von der Universität Kassel, höre Audiofile 2:07:06 bis 3:14:36. Herr Sträter klassifizierte Systeme, d. h. Organisationen oder Einzelinstitutionen, als generativ bis pathologisch. Feststellbar sei der Reifegrad durch Monitoring anhand von Detailindikatoren.

Asse als Beispiel

Zu der Problematik wurde von Herrn Kleemann bereits vor Monaten ein Papier (K-Drs. AG 3-13) vorgelegt. Hierin wird die Asse als „krasses“ Beispiel angeführt, das auch in der jetzigen AG 3-Sitzung erwähnt wurde. Offensichtlich wären die an der Asse bis Ende 2008 beteiligten Institutionen als pathologisch einzustufen.

Die neopathologischen Entwicklungen nicht erwähnt

Leider findet sich in dem Papier nicht der Hinweis auf neopathologische Entwicklungen im Bereich der Asse: Die Studie Gesamtbewertung der Langzeitsicherheit für den Standort Asse, in der das Langzeitrisiko von COLENCO und GRS nach dem GSF-Verschlusskonzept dargestellt wird, wurde vom BfS erst nach der Entscheidung zur Bergung der Abfälle aus der Asse zugänglich gemacht.  Bis heute wurde diese Gesamtbewertung weder wissenschaftlich diskutiert noch widerlegt – siehe auch Kommentar dazu. Weiterlesen

Endlagerkommission: Wo bleibt die Wissenschaftlichkeit?

Quelle: Deutscher Bundestag

Quelle: Deutscher Bundestag

Der notwendige(?) grundsätzliche Neustart

Entlarvend war eine Diskussion in der letzten Sitzung der Endlagerkommission – siehe Audiofile, 1:15:50 bis 1:41:40.  Es ging um folgenden Satz in der K-Dr. 167a, Seite, Zeilen 30f.:

Die von Bundestag und Bundesrat eingesetzte Kommission geht davon aus, dass ein grundsätzlicher Neustart notwendig ist.

Herr Jäger bezeichnete das als Gretchenfrage, auf die verzichtet werden solle, um Diskussionen zu vermeiden, die für die Kommissionsarbeit nicht ausschlaggebend seien.

Der Kompromiss

Nach gut 25 Minuten Auseinandersetzung wurde als Kompromiss angenommen:

Die von Bundestag und Bundesrat eingesetzte Kommission geht auf der Grundlage des StandAG davon aus, dass ein grundsätzlicher Neustart notwendig ist.

Keine wissenschaftliche Begründung und keinerlei Bezug auf den Strahlenschutz

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AG 3: Beitrag der Staatlichen Geologischen Dienste und die abgekanzelte Redundanz

IMG_4131Die geologische Kompetenz der Länder

Nach der Tagesordnung zur AG3-Sitzung am 02.03.2016 versprach der TOP 4 Bericht der Fachbehörden aus der Konferenz der Geologischen Landesdienste interessantes Neues.

Die Vorgeschichte begann vor gut einem Jahr

Diese Thematik hat eine lange Vorgeschichte. Sie begann mit dem in der Kommissionssitzung am 19.01.2015 beiläufig an die BGR erteilten Auftrag, die Kristallin- und die Salzstudie an die AkEnd-Kriterien anzupassen – siehe Beitrag Die Kommission dreht sich im Kreis und der Vorsitz spinnt die Fäden.

Die 4. Sitzung der AG 3 am 29.01.2015

Das ist dann nachträglich intensiv in der Sitzung der AG 3 am 29.01.2015 diskutiert worden – siehe Beitrag Die AG 3 will den Auftrag an die BGR “präzisieren”. Erinnert sei an die Zusammenfassung des Leiters dieser Sitzung: Weiterlesen