Die Mathematik erreicht die Endlagerkommission

Wenzel: Seminar zur subjektiven und objektiven Stochastik Video 2:38:02

Wenzel: Seminar zur subjektiven und objektiven Stochastik
Video 2:38:02

Seminar zur subjektiven und objektiven Stochastik von Herrn Wenzel

In der Sitzung der Kommission am 04.07.2015 gab Herr Wenzel ein einführendes Seminar in ein Spezialgebiet der Mathematik, in die subjektive Stochastik. Er erläuterte, dass beim Würfeln die Augenzahl nur bei einer sehr großen Anzahl von Würfen von eins bis sechs gleichhäufig erscheinen – objektive Stochastik-, dies aber bei geringer Anzahl von Würfen nicht gilt – subjektive Stochastik. Und in der Endlagerfrage sei nur eine geringe Wurfzahl von eins oder vielleicht zwei die Regel. Zur subjektiven Stochastik siehe auch De Finetti, B.(1990). Theory of Probability – A critical introductory treatment oder zum Einstieg Schurz, G.(2006). Einführung in die Wissenschaftstheorie, S. 99ff.

Die subjektive Stochastik bei der Endlagerfrage

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ENTRIA: “Nuclear Waste Governance” – Wo ist die vergleichende Analyse?

nwgENTRIA als Wiederholung von InSOTEC?

Im Rahmen des ENTRIA-Forschungsprojekts wurde – wie schon im Projekt InSOTEC – die Entwicklung des Umgangs mit radioaktiven Abfällen in einzelnen Ländern zusammengestellt. Die Studie ist als Buch mit dem Titel Nuclear Waste Governance – An International Comparison erschienen. Die folgende Tabelle zeigt die Liste der Länder, die in der ENTRIA-Studie im Vergleich zum InSOTEC-Projekt und der Arbeit von Herrn Damveld behandelt werden. Zur Information ist auch der Rahmen der BGR-Kriterienkurzstudie aufgenommen. Weiterlesen

Gorleben: Die Arroganz der Administration oder mehr?

bfs_gorlFrage in der dritten Kommissionssitzung

Es gibt in der Endlagerkommission Fragen, die immer wieder gestellt werden, und trotzdem nicht kompetent beantwortet werden. So hat Herr Thomauske bereits in der dritten Sitzung gefragt, ob bei der Entscheidung für die jetzt verfolgte Variante des Offenhaltungsbetriebs von Gorleben auch die Verschlechterung der sicherheitlichen Situation abgewogen wurde, siehe Beitrag Gorleben bald zweifelsfrei unbrauchbar für die Endlagerung?

Frage beim Besuch der Umweltministerin

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Gorleben und Veränderungssperre: Mögliche Vertrauensgrundlage zerstört

Zwei_VeranstZwei Parallelveranstaltungen

Am kommenden Samstag finden zwei Veranstaltungen zur Endlagerfrage statt – eine organisiert von der Endlagerkommission, die andere von .ausgestrahlt und der BI Lüchow-Dannenberg. Ein Artikel von Dirk Asendorpf in der ZEIT (18.06.2015, S. 35) mit dem Titel Trauerarbeit nach dem Atomausstieg kommt zu der Feststellung:

…Man redet über- und nicht miteinander….

Das ist bedauerlicherweise so richtig. Doch wie kam es zu dieser Entwicklung?

Ein Grund – Veränderungssperre

Der Artikel benennt da einen Grund:

….Trotzdem ist Gorleben noch im Rennen, erst letzte Woche hat der Bundesrat beschlossen, die Option für weitere zwei Jahre offenzuhalten. …

Es handelt sich um die Veränderungssperre, die vom Bundesrat am 12.06.2015 bis zum 31. März 2017 verlängert wurde. Bis dahin wird die Bundesregierung gebeten, eine gesetzliche Regelung zu erarbeiten, die eine frühzeitige Sicherung von allen Standortregionen oder Planungsgebieten für potenzielle Endlagerstandorte ermöglicht. Doch warum liegt eine solche Regelung noch nicht vor? Weiterlesen

Endlagerkommission: Die Politik übernimmt endgültig das Ruder

wdGutachten liegt vor, darf aber nicht veröffentlicht werden

In der heutigen Sitzung der AG 2 ist sehr deutlich geworden, dass die Endlagerkommission zu einem rein politischen Zirkus verkommt. Durch den Vorsitz der Kommission wurde in der letzten Kommissionssitzung am 20.04.2015 vorgeschlagen, zur Frage der Gorleben-Veränderungssperre den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages mit einem Gutachten zu beauftragen. Dies ist dann auch geschehen und ein Ergebnis liegt vor. Dies darf aber nicht veröffentlicht werden, sondern steht nur den Bundestagsabgeordneten zur Verfügung.

Eine explizite Begründung wird nicht abgegeben

Eine explizite Begründung wurde nicht abgegeben. Verwiesen wurde auf die kurze Bearbeitungszeit und Allgemeine Regelungen des Deutschen Bundestages. Welche hier greifen, wurde nicht mitgeteilt. Weiterlesen

Die Langzeitlagersuche endlich vom Kopf auf die Füße stellen

Kro_LahSchlechte Kopie der AkEnd-Empfehlungen zu erwarten

Die bisherige Arbeit der Endlagerkommission verspricht wenig Gutes. Wenn es optimal läuft, wird am Ende eine Kopie der Empfehlungen des AkEnd stehen. Zu befürchten ist, dass es sich um eine schlechte Kopie handeln wird. Auch wird man einem gesellschaftlichen Konsens nicht näher gekommen sein, denn in der Kommission ist weder Sachverstand im Bereich Transparenzherstellung und Öffentlichkeitsarbeit vorhanden noch standen rechtzeitig externer Sachverstand und Instrumente dafür zur Verfügung.

Politischer, gesellschaftlicher und fachlicher Konsens

Der AkEnd-Vorschlag scheiterte, da der angebliche fachliche Konsens in Form der Empfehlungen nicht auf politischen Konsens traf. Beim Standortauswahlgesetz wird immer wieder stolz auf den politischen Konsens hingewiesen. Bei näherer Betrachtung stellt sich dieser aber als Scheinkonsens heraus. Erinnert sei an die offen dargelegte Verlogenheit kurz nach der Verständigung am 09.04.2013  und die diversen Äußerungen aus den Bundesländern. Insofern ist das Herausstellen der Widerstände der Energieversorger in Form von Klagen als Ablenkungsmanöver zu sehen. Die eigentlichen Widersacher sitzen in den Bundesländern, was die ungelöste Zwischenlagerfrage der restlichen Castorbehälter aus Sellafield und La Hague bis heute exemplarisch zeigt. Weiterlesen

Bestmöglicher Standort – Wissenschaftlichkeit dünn gesät

Strassert: Das Abwägungsproblem bei multikriteriellen Entscheidungen

Strassert: Das Abwägungsproblem bei multikriteriellen Entscheidungen

Der Begriff “Bestmögliche Sicherheit”

In der gemeinsamen Sitzung der AG 2 und AG 3 der Endlagerkommission am 13.04.2015, dokumentiert als Audiofile, stand der Begriff Bestmögliche Sicherheit zur Diskussion. In einem Papier der Geschäftsstelle, das leider den Weg ins Internet nicht gefunden hat, wird das Vorkommen dieser Begrifflichkeit im StandAG, in der Begründung des Gesetzes und in den Aussagen der ExpertInnen bei der Anhörung am 03.11.2014 zusammengestellt.
Im StandAG ist der Begriff zu finden im Paragraf 1:

(1) Ziel des Standortauswahlverfahrens ist, in einem wissenschaftsbasierten und transparenten Verfahren für die im Inland verursachten, insbesondere hoch radioaktiven Abfälle den Standort für eine Anlage zur Endlagerung nach § 9a Absatz 3 Satz 1 des Atomgesetzes in der Bundesrepublik Deutschland zu finden, der die bestmögliche Sicherheit für einen Zeitraum von einer Million Jahren gewährleistet.

Komparativ oder nicht?

In der oben genannten Anhörung vom 03.11.2014 wurde dieser Begriff von einigen Juristen auf den Sprachgebrauch des Bundesverfassungsgerichts reduziert und damit eine vergleichende, d. h. komparative Vorgehensweise abgelehnt. Es stellt sich für die Kommission die Frage, ob dem gefolgt werden soll oder eindeutig ein komparativer Ansatz zu fordern ist? Ist eine Definition dieses Begriffes im Gesetz oder in der Begründung notwendig und möglich? Und eine finanziell sehr wichtige Frage: Weshalb ist eine komparative Suche nach dem Stand von Wissenschaft und Technik notwendig? Weiterlesen

Wissenschaftlichkeit durch gerichtliches Scheitern der Veränderungssperre Gorleben?

TOP3_nAnhörung zur Veränderungssperre ohne WissenschaftlerIn

In der AG 2 fand heute eine Anhörung zur Veränderungssperre statt. Wie schon bei der Anhörung zur Evaluierung am 03.11.2014 war keine einzige WissenschaftlerIn geladen. Allein JuristInnen hatten das Wort. Dabei wurde klar, dass die Änderungssperre für Gorleben die juristisch sicherste Methode ist, um zu verhindern, dass am Standort Gorleben die anderen vorgesehenen bergbaulichen Nutzungen zum Zuge kommen.

Verbot ist sicherer als “überwiegendes öffentliches Interesse” – Bundesrat am 8. Mai

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