Konsequenzenanalysen zur Asse

Quelle: Deutscher Bundestag

Umweltausschuss zur Asse

Am 18.01.2017 fand im Umweltausschuss des Bundestages ein öffentliches Fachgespräch zum Thema Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse II statt. Auf den Besucherrängen waren fast alle Plätze besetzt. Es stellt sich die Frage, welche Problematik der treibende Faktor war: Der Konflikt zwischen dem Betreiber (Asse-GmbH, BfS, zukünftig BGE mit HRB 204918) und der Asse 2 Begleitgruppe oder die Kritik der Strahlenschutzkommission an der Aushebelung der Strahlenschutzgrundsätze Rechtfertigung und Optimierung durch die Lex Asse (§ 57b AtG)? Denn beide Themen standen auf der Tagesordnung.

SSK für Konsequenzenanalyse

Die Position der Strahlenschutzkommission erläuterte Herr Joachim Breckow. Im Wesentlichen erläuterte er die SSK-Studie Strahlenschutz bei der Stilllegung der Schachtanlage Asse II. Grundlegende Empfehlung ist, parallel zu den Stabilisierungs- und Vorsorgemaßnahmen, der Faktenerhebung und den vorbereitenden Arbeiten zur Rückholung der radioaktiven Abfälle zusätzlich eine dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechende Konsequenzenanalyse durchzuführen, mit der auch die Langzeitsicherheit beim Verbleiben eines Teils der radioaktiven Stoffe in der Schachtanlage geprüft und bewertet werden kann. Weiterlesen

Die Propagandaspielchen mit der Asse

umidUMID-Themenheft

In der neusten Ausgabe des UMID werden auf den Seiten 144 bis 153  unter der Überschrift Endlager Asse II – Transparenz, Information und Beteiligung: Wie kann verlorenes Vertrauen wiederhergestellt werden? die Informations- und Beteiligungsansätze zur Asse durch das BfS ausschließlich positiv dargestellt.

Asse positiv

Es wird nicht berichtet, dass der Vorbetreiber regelmäßig Informationsveranstaltungen durchgeführt hat. Bis 2006 waren es zehn Veranstaltungen, die im Internet vorbildlich dokumentiert wurden. Solche kommentierten Präsentationen findet man im Asse-BfS-Auftritt nicht. Dort werden die Präsentationen ohne Kommentar und damit unverständlich veröffentlicht.

Und Morsleben?

Es wird nicht erwähnt, dass das BfS zum Endlager Morsleben bis 2009 keine einzige Veranstaltung angeboten hat. Weiterlesen

Und wenn die Schachtanlage ASSE II doch absäuft?

Absaufen und Notfallplanung

entko

Es ist kein Geheimnis, sondern fester Bestandteil der Notfallplanung: Die Schachtanlage Asse II kann zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt in einer nicht abzuschätzenden Geschwindigkeit absaufen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Strategien es gibt, ein Absaufen der Grube hinauszuzögern, und wenn dies eintritt, die Auswirkungen auf die Anthroposphäre so gering wie möglich zu halten?

Rückholung machbar?

Die Rückholung mag ja eine saubere Lösung sein. Aber ist sie wirklich noch machbar? Diese Frage wird wohl bis zum Ende der Rückholung immer wieder gestellt werden, wenn nicht vorher die Grube absäuft. Diese bohrende Frage wird auch nicht durch § 57b Atomgesetz verhindert werden können.

Ein Alternativkonzept zur vollständigen Rückholung

Da ein Absaufen der Grube eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist, muss nach Ansicht von Frank Schneider eine Stabilisierung der Schachtanlage und insbesondere der Südflanke sowie eine Trennung des Einlagerungsbereichs und der restlichen Grube angestrebt werden (siehe Konzeptpapier). Weiterlesen

Asse: Material für die eifrigen LeserInnen

KFK_BerDie Jahresberichte des Projekts „Tieflagerung radioaktiver Abfälle“ von 1964 bis 1979 sind als Berichte des Kernforschungszentrums Karlsruhe (KFK-Berichte) zugänglich. Allein der des Jahres 1967 war nicht auffindbar.

Die Berichte geben einen Überblick über die Aktivitäten in der Asse II aus der Sicht des Betreibers und des Kernforschungszentrums.

Sicherlich kann das Material dem eifrigen Leser Einiges an Detailinformationen liefern. Deshalb anbei die Zusammenstellung der Berichte. Weiterlesen

Das Management der Zutrittswässer in der Asse – Wo ist die Rechfertigung?


Die Maßnahme von Anfang 2009

Die Asse Einblicke 19/2012 widmen sich unter anderem dem Laugenmanagement in der Asse. Das war die erste Maßnahme nach Übernahme der Asse durch das BfS im Januar 2009. Durch Änderung insbesondere der Frischluftzufuhr wurde die Aktivität der Zutrittswässer reduziert. Darüber ist im Internet zu lesen:

Nach dem Betreiberwechsel wurde ein neues Verfahren für das Management der Zutrittswässer eingeführt, mit dem die Aufnahme von Tritium aus der Grubenluft deutlich verringert werden konnte.

Wo bleibt das Tritium?

Eine wesentliche Frage wird nicht angesprochen: Wo bleibt das Tritium, was nicht mehr von den Zutrittswässern aufgenommen wird und nicht mehr in das Bergwerk Marieglück bei Höfer gebracht wird? Aus handelt sich um etwa (200-40) Bq/l * 3,85 Mio l/a = 616 Mio Bq/a. Weiterlesen

„Langzeitsicherheitsnachweis“ – Das BfS lernt endlich dazu

„Berechnung“ der Langzeitsicherheit

Noch auf der öffentlichen Veranstaltung des BfS zur Asse am 25.09.2012 trug die Vizepräsidentin des BfS vor:

Die Frage, wie errechnet man die Langzeitsicherheit, die ist durchaus nicht trivial.

Danach war das BfS offensichtlich am 25. September noch der Meinung, dass die Langzeitsicherheit berechnet werden könne.

mathematical proof of long-term safety is not feasible

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