Der alte Taschenspielertrick mit Schacht Konrad

BI_konrViel mehr Abfall

In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung mit der Headline Bundesregierung rechnet mit doppelt so viel Atommüll wird über eine Vergrößerung des Endlagers Konrad gemutmaßt. Die Bürgerinitiative AG Schacht Konrad spricht in diesem Zusammenhang vom Aufbau von Sachzwängen seitens der Bundesregierung und von einem Taschenspielertrick. Solch ein Taschenspielertrick wurde schon im Jahr 2002 angewendet, um die Planfeststellung dieses Endlagers auch für die Grüne Klientel akzeptabel zu machen.

Volumen, Masse, Aktivität und Radiotoxizität

Bei einem Langzeitlager für radioaktive Abfälle spielt weder das Volumen noch die Masse der Abfälle die wesentliche Rolle, sondern die Schadwirkung der radioaktiven Inhaltsstoffe. Diese kann mit der sogenannten Radiotoxizität beschrieben werden. Meist wird aber eine weitere Abstraktionsebene, die sogenannte Aktivität verwendet, um die Gefährlichkeit von radioaktiven Abfällen einzustufen. Die Aktivität ist die Anzahl der Zerfallsprozesse pro Zeiteinheit, gemessen in Becquerel (Anzahl der Zerfälle pro Sekunde), Abkürzung Bq.

Der Taschenspielertrick des Jahres 2002

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Wie das Radionuklidspektrum über die Planfeststellung hinaus erweitert wurde

Pressekonferenz am 21.05.2007

Bereits am 21.05.2007 verkündete der damalige Bundesumweltminister Gabriel auf einer Pressekonferenz, dass etwa 20 % der schwach wärmeentwickelnden Abfälle nach der Planfeststellung nicht in Konrad endgelagert werden könnten. Das BMU verlautbarte dann am 12.02.2009, dass die Endlagerungsbedingungen für Konrad bis März 2009 revidiert sein werden.
Dazu erschien – datiert mit 14.07.2009 – eine kurze Meldung im Internetauftritt des Betreibers des Endlagers Konrad. Die revidierte Fassung der Endlagerbedingungen ist seit 2011 auch im Internet verfügbar.

Genehmigungsbehörde hat nicht das Sagen

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Von der ASSE für KONRAD lernen

Behälter nur für den Transport?

Die Vorkommnisse in der Asse haben gezeigt, dass es ein Fehler war, die Abfallbehälter lediglich als Transportbehälter auszulegen. Für die schon lange im Zusammenhang mit der Novellierung der Sicherheitskriterien /-anforderungen diskutierte Rückholbarkeit/Bergbarkeit wurde hier am Praxisbeispiel die Notwendigkeit gezeigt. Die Behälter müssen deshalb wenigstens die ersten 500 Jahre intakt bleiben (siehe Sicherheitsanforderungen, Seite 18, Punkt 8.6). So können während der Betriebsphase bis zum Verschluss des Bergwerks und danach bei nicht erwarteten Ereignissen mit höherem Aufwand die Abfälle geborgen werden. Weiterlesen

“Bis zu 400 m”: Nur logisch falsch oder doch gelogen?

Bis zu 400 m

Der Betreiber des Endlagers Konrad wird nicht müde, immer wieder zu betonen, dass über dem Endlager “eine bis zu 400 m dicke Tonschicht” liegt. Das belegt die folgende Quellensammlung:

Es wird großflächig von bis zu 400 m dicken Schicht aus tonigen Gesteinen der Unterkreide überdeckt. Darüber liegen mehrere hundert Meter mächtige Kalksteine der Oberkreide. Weiterlesen

Geologie von Konrad

Ansprüche an die Geologie

Vor dem Hintergrund des wesentlich brisanteren Abfallinventars von Konrad gegenüber dem Endlager Morsleben und der Asse sollten hohe Ansprüche an die Geologie gestellt werden. Doch auch Konrad ist ein altes Gewinnungsbergwerk. Lediglich die Einlagerungshohlräume werden neu erstellt und nach der Einlagerung zeitnah abschnittsweise verschlossen. Weiterlesen

Das Abfallinventar von Konrad im Vergleich

Volumen und Aktivität

Abfallmengen können zum Beispiel auf der Grundlage von Volumen, Aktivität oder auch Radiotoxizität verglichen werden. Bezüglich der Wirkung auf Mensch und Umwelt sagt das Abfallvolumen bei radioaktiven Abfällen nichts aus. Dazu ist eher die Aktivität, das heißt die Anzahl der radioaktiven Zerfälle pro Zeiteinheit, geeignet. Aber auch das reicht nicht, da die Schädigung pro Zerfallsereignis sehr unterschiedlich sein kann. Weiterlesen