AG 3: Beitrag der Staatlichen Geologischen Dienste und die abgekanzelte Redundanz

IMG_4131Die geologische Kompetenz der Länder

Nach der Tagesordnung zur AG3-Sitzung am 02.03.2016 versprach der TOP 4 Bericht der Fachbehörden aus der Konferenz der Geologischen Landesdienste interessantes Neues.

Die Vorgeschichte begann vor gut einem Jahr

Diese Thematik hat eine lange Vorgeschichte. Sie begann mit dem in der Kommissionssitzung am 19.01.2015 beiläufig an die BGR erteilten Auftrag, die Kristallin- und die Salzstudie an die AkEnd-Kriterien anzupassen – siehe Beitrag Die Kommission dreht sich im Kreis und der Vorsitz spinnt die Fäden.

Die 4. Sitzung der AG 3 am 29.01.2015

Das ist dann nachträglich intensiv in der Sitzung der AG 3 am 29.01.2015 diskutiert worden – siehe Beitrag Die AG 3 will den Auftrag an die BGR “präzisieren”. Erinnert sei an die Zusammenfassung des Leiters dieser Sitzung: Weiterlesen

AG 3: Vieles bleibt noch offen

IMG_4125Tagesordnung nicht aktualisiert

Die Sitzung der AG 3 am 22.02.2016 sollte laut Tagesordnung auf der Grundlage von sechs Drucksachen (K-Drs. 176, AG3-87a, AG3-89, AG3-91, AG3-92, AG3-93) durchgeführt werden. Vor dem Sitzungsraum wurde aber eine gut doppelte Anzahl von Unterlagen ausgelegt (K-Drs. 176, AG3-87a, AG3-88, AG3-89, AG3-90, AG3-91, AG3-92, AG3-93, AG3-94, AG3-95, AG3-96, AG3-97, AG3-98). Offensichtlich wurde es versäumt, die Tagesordnung zu aktualisieren. Weiterhin wurden die Unterlagen lediglich als Schwarzweißkopien zur Verfügung gestellt. Bei den farblich strukturierten Papieren waren die Kopien deshalb nur eingeschränkt brauchbar. Aber immerhin: Es wurden offensichtlich in der Sitzung keine Geheimpapiere verwendet, wie es sonst üblich war.

Geowissenschaftlichen Kriterien – quantitativ oder qualitativ

Im Mittelpunkt stand die Bearbeitung der geowissenschaftlichen Kriterien. Die Anregung aus der Fachtagung Kriterien für die Standortauswahl, die Kriterien qualitativ statt quantitativ zu formulieren, wurde in der AG3 abgelehnt. Weiterlesen

Endlagersuche: Defizite bei Redundanz und insbesondere Diversität

datf_siSicherheitsphilosophie bei risikoreichen Anlagen

Zu vielen risikoreichen Anlagen gibt es Sicherheitsphilosophien mit den Grundprinzipien  Redundanz (mehrfach vorhandene gleichartige Schutzsysteme) und Diversität (unterschiedliche Schutzsysteme zur Beherrschung gleicher oder ähnlicher Störungen). Es ist das Zugeständnis, dass Fehler und Fehleinschätzungen nicht auszuschließen sind und deshalb eine fehlerfreundliche Gestaltung notwendig ist.

Redundanz und Diversität bei kerntechnischen Anlagen

Für kerntechnische Anlagen ist das Konzept der gestaffelten Abwehrmaßnahmen entwickelt worden. Zu wesentlichen Auslegungsmerkmalen gehören auch hier die Prinzipien Redundanz und Diversität.

Das Deutsche Atomforum e. V. führt dazu aus: Weiterlesen

Vorbereitungshilfe für den Workshop Regionen III am 15. Januar 2016

workIIIWorkshop Regionen III

Am 15.01.2016 findet in Kassel der dritte Workshop der Regionen statt. Es geht im Wesentlichen um die geo- und planungswissenschaftlichen Kriterien. Es sind vier Arbeitsgruppen zu folgenden Themen geplant:

  • Wie kann in der Bevölkerung Vertrauen gegenüber den Kriterien und ihrer Anwendung aufgebaut werden?
  • Wer sorgt für die Umsetzung guter Information und frühzeitiger Beteiligung bereits von Beginn der Phase 1 des Suchprozesses an?
  • Welche Erwartungen werden an die planungswissenschaftlichen Kriterien aus regionaler Sicht gestellt?
  • Wie kann eine regionale Beteiligung in der ersten Phase bei unterschiedlicher Größe der Teilgebiete organisiert werden?

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Geologische Kriterien: Der Endspurt beginnt

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Gesamtpapier zu den geologischen Kriterien

In der letzten AG3-Sitzung am 17.12.2015 wurden die geologischen Kriterien im Zusammenhang erörtert. Ziel war es, am 18.01.2016 eine Gesamtfassung zu präsentieren, die als Basis für eine öffentlich-fachliche Diskussion dienen kann. Leider stehen die Audiomitschnitte dieser wichtigen Sitzung immer noch nicht zur Verfügung, wohl aber ein Gesamtpapier nach Beschlusslage dieser AG3-Sitzung (K-Drs. 157).

Erstellt durch unbekannte Dritte, Stand 19. oder 29.12.2015

Erstellt wurde dies nach Ankündigungen in der Sitzung durch unbekannte Dritte. Der deklarierte Stand des Papiers ist der 19.12.2015, in der Drucksache selbst wird der Stand mit 29.12.2015 angegeben. Letzteres ist wohl richtig, wenn man die zugrunde gelegten Unterlagen betrachtet. Ein wenig mehr Sorgfalt bei der Administration des Internetauftritts wäre wohl angebracht.

Gesellschaftlichen Kriterien? Kriterien für Fehlerkorrekturen? Methodik für die  Sicherheitsuntersuchungen?

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Hurra! Die scientific community ist endlich aufgewacht!

zuschr_3_39Die nächste AG 3 – Sitzung

Auf der nächsten Sitzung der AG 3 am 17.12.2015 sollen die Kriterien als Ganzes in einer vorläufigen Fassung verabschiedet werden. Diese sollen ab dem 18.01.2016 in einer Online-Konsultation und am 29./30.01.2016 in einer in Berlin stattfindenden Fachtagung zur fachlichen Diskussion zur Verfügung stehen. Das wird schwierig werden, da inzwischen von unterschiedlichen Kommissionsmitgliedern recht kontroverse Papiere eingereicht wurden.

Die eigentliche Arbeit der Kriterienentwicklung beginnt erst jetzt

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Endlagerkommission: Wie kann die Arbeit doch noch zu einem Erfolg führen?

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Quelle: Deutscher Bundestag

Frustration über die Arbeit der Endlagerkommission

Wer die Diskussionen der Endlagerkommission und der dazugehörigen Arbeitsgruppen verfolgt, kann sehr enttäuscht sein über die geringe Informationsdichte und mangelhafte fachliche Tiefe der Diskussionsbeiträge. Von einer Kommissionsarbeit im eigentlichen Sinne kann nicht gesprochen werden, da kaum wirklich fundierte Argumentationen gegeneinandergestellt und zusammengeführt werden.

Das Hauruckverfahren in der AG 3 am 17.12.2015 ab 14 Uhr

So sind zur Kernaufgabe der Kommission, der Entwicklung von wissenschaftsbasierten Kriterien für eine komparative Suche nach dem bestmöglichen Standort, zwar viele Papiere vorgelegt worden aber in keiner Weise zum Beispiel von der dafür zuständigen Geschäftsstelle der Kommission zusammengeführt  worden. Nun soll am 17.12.2015 ab 14 Uhr in einem Hauruckverfahren ein erster Gesamtentwurf der Kriterien in der AG 3 verabschiedet werden. Das mag zwar formal gelingen, die Qualität wird aufgrund der mangelnden fachlichen Argumentationen und Reflexionen aber gering sein. Das ist umso erstaunlicher, weil als Grundlage die AkEnd-Empfehlungen von nicht geringer Qualität vorlagen und als Ausgangsbasis konsensual akzeptiert wurden.

Geodidaktik hat keinen Platz

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Gorleben: Nach Falschaussagen nun eine rein verbalargumentative mündliche Auskunft

rsIIIDer spannende TOP 5

Überraschend stand auf der Tagesordnung zur AG 3-Sitzung am 24.11.2015 unter Punkt 5 Anhörung zu bestimmten Gorleben-Fragen (BMUB). Was verbarg sich dahinter? Man konnte gespannt sein!

Der Jurist klärt auf

Das Wort ergriff Herr Hart, Unterabteilungsleiter RS III. Da er Jurist ist, waren keine fachlich fundierten Ausführungen zu erwarten. Es ging mal wieder um die Offenhaltung des Bergwerks Gorleben nach § 29 Abs.2 StandAG. Siehe auch Beiträge

Die allein mündlichen Ausführungen ergaben nichts Neues gegenüber den Schilderungen in der 13. Kommissionssitzung am 03.07.2015. Selbst auf Nachfrage war nicht mehr zu erfahren.

Keine Berechnungen, rein verbalargumentativ und mündlich

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