Vorbereitungshilfe für den Workshop Regionen III am 15. Januar 2016

workIIIWorkshop Regionen III

Am 15.01.2016 findet in Kassel der dritte Workshop der Regionen statt. Es geht im Wesentlichen um die geo- und planungswissenschaftlichen Kriterien. Es sind vier Arbeitsgruppen zu folgenden Themen geplant:

  • Wie kann in der Bevölkerung Vertrauen gegenüber den Kriterien und ihrer Anwendung aufgebaut werden?
  • Wer sorgt für die Umsetzung guter Information und frühzeitiger Beteiligung bereits von Beginn der Phase 1 des Suchprozesses an?
  • Welche Erwartungen werden an die planungswissenschaftlichen Kriterien aus regionaler Sicht gestellt?
  • Wie kann eine regionale Beteiligung in der ersten Phase bei unterschiedlicher Größe der Teilgebiete organisiert werden?

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Geologische Kriterien: Der Endspurt beginnt

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Gesamtpapier zu den geologischen Kriterien

In der letzten AG3-Sitzung am 17.12.2015 wurden die geologischen Kriterien im Zusammenhang erörtert. Ziel war es, am 18.01.2016 eine Gesamtfassung zu präsentieren, die als Basis für eine öffentlich-fachliche Diskussion dienen kann. Leider stehen die Audiomitschnitte dieser wichtigen Sitzung immer noch nicht zur Verfügung, wohl aber ein Gesamtpapier nach Beschlusslage dieser AG3-Sitzung (K-Drs. 157).

Erstellt durch unbekannte Dritte, Stand 19. oder 29.12.2015

Erstellt wurde dies nach Ankündigungen in der Sitzung durch unbekannte Dritte. Der deklarierte Stand des Papiers ist der 19.12.2015, in der Drucksache selbst wird der Stand mit 29.12.2015 angegeben. Letzteres ist wohl richtig, wenn man die zugrunde gelegten Unterlagen betrachtet. Ein wenig mehr Sorgfalt bei der Administration des Internetauftritts wäre wohl angebracht.

Gesellschaftlichen Kriterien? Kriterien für Fehlerkorrekturen? Methodik für die  Sicherheitsuntersuchungen?

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Hurra! Die scientific community ist endlich aufgewacht!

zuschr_3_39Die nächste AG 3 – Sitzung

Auf der nächsten Sitzung der AG 3 am 17.12.2015 sollen die Kriterien als Ganzes in einer vorläufigen Fassung verabschiedet werden. Diese sollen ab dem 18.01.2016 in einer Online-Konsultation und am 29./30.01.2016 in einer in Berlin stattfindenden Fachtagung zur fachlichen Diskussion zur Verfügung stehen. Das wird schwierig werden, da inzwischen von unterschiedlichen Kommissionsmitgliedern recht kontroverse Papiere eingereicht wurden.

Die eigentliche Arbeit der Kriterienentwicklung beginnt erst jetzt

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Endlagerkommission: Wie kann die Arbeit doch noch zu einem Erfolg führen?

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Quelle: Deutscher Bundestag

Frustration über die Arbeit der Endlagerkommission

Wer die Diskussionen der Endlagerkommission und der dazugehörigen Arbeitsgruppen verfolgt, kann sehr enttäuscht sein über die geringe Informationsdichte und mangelhafte fachliche Tiefe der Diskussionsbeiträge. Von einer Kommissionsarbeit im eigentlichen Sinne kann nicht gesprochen werden, da kaum wirklich fundierte Argumentationen gegeneinandergestellt und zusammengeführt werden.

Das Hauruckverfahren in der AG 3 am 17.12.2015 ab 14 Uhr

So sind zur Kernaufgabe der Kommission, der Entwicklung von wissenschaftsbasierten Kriterien für eine komparative Suche nach dem bestmöglichen Standort, zwar viele Papiere vorgelegt worden aber in keiner Weise zum Beispiel von der dafür zuständigen Geschäftsstelle der Kommission zusammengeführt  worden. Nun soll am 17.12.2015 ab 14 Uhr in einem Hauruckverfahren ein erster Gesamtentwurf der Kriterien in der AG 3 verabschiedet werden. Das mag zwar formal gelingen, die Qualität wird aufgrund der mangelnden fachlichen Argumentationen und Reflexionen aber gering sein. Das ist umso erstaunlicher, weil als Grundlage die AkEnd-Empfehlungen von nicht geringer Qualität vorlagen und als Ausgangsbasis konsensual akzeptiert wurden.

Geodidaktik hat keinen Platz

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Gorleben: Nach Falschaussagen nun eine rein verbalargumentative mündliche Auskunft

rsIIIDer spannende TOP 5

Überraschend stand auf der Tagesordnung zur AG 3-Sitzung am 24.11.2015 unter Punkt 5 Anhörung zu bestimmten Gorleben-Fragen (BMUB). Was verbarg sich dahinter? Man konnte gespannt sein!

Der Jurist klärt auf

Das Wort ergriff Herr Hart, Unterabteilungsleiter RS III. Da er Jurist ist, waren keine fachlich fundierten Ausführungen zu erwarten. Es ging mal wieder um die Offenhaltung des Bergwerks Gorleben nach § 29 Abs.2 StandAG. Siehe auch Beiträge

Die allein mündlichen Ausführungen ergaben nichts Neues gegenüber den Schilderungen in der 13. Kommissionssitzung am 03.07.2015. Selbst auf Nachfrage war nicht mehr zu erfahren.

Keine Berechnungen, rein verbalargumentativ und mündlich

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Flache Salzlagerungen in Kombination mit Kristallingestein

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BASAL-Zwischenbericht inzwischen öffentlich

Wie bereits im Beitrag Salz – einmal anders beschrieben, bieten flache Salzlagerungen Vorteile gegenüber Salzstöcken, da unter anderem die Strukturen nicht so komplex sind und der Erkundungsaufwand damit geringer ist. Im Rahmen des Projektes BASAL, zu dem jetzt der Zwischenbericht Verbreitung, Zusammensetzung und geologische Lagerungsverhältnisse flach lagernder Steinsalzfolgen in Deutschland öffentlich zugänglich ist, wurden anhand von der BGR zugänglichen alten Daten gezielt nach flachen Salzlagerungen gesucht.

Acht unterschiedliche Salinarformationen in Deutschland in flacher Lagerung

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Salz – einmal anders

basalSalz – Durch Gorleben zementiert

Lange Zeit wurde in Deutschland die Endlagerung in Salz verfolgt. Zementiert wurde das durch die Entscheidung im Februar 1977, allein den Salzstock Gorleben im Hinblick auf Endlagerung aller Arten von radioaktiven Abfällen zu erkunden. Im Salzstock Gorleben sollten die wärmeentwickelnden Abfälle im Staßfurt-Steinsalz mit hoher Konvergenzrate und die anderen Abfälle im Leine-Steinsalz endgelagert werden – siehe Aktualisierung des Konzeptes Endlager Gorleben (1998), Seite 19f. –  Die Internetinhalte zum Gorlebendialog wurden klammheimlich entfernt, die Studie kann aber für private Zwecke von endlagerdialog.de bezogen werden.

Die geowissenschaftliche Sackgasse

Aus dieser geowissenschaftlichen Sackgasse hat die BGR es bisweilen versucht herauszukommen, Weiterlesen

Die “Supratransparenz” zerplatzt wie eine Seifenblase

supra_gor“Supratransparenz” propagiert

Erinnert sei an die 13. Sitzung der Endlagerkommission am 03.07.2015. In dieser hat der Präsident des BfS auf eine Frage von Herrn Thomauske, ob bei der Entscheidung für die jetzt verfolgte Variante des Offenhaltungsbetriebs von Gorleben auch die Verschlechterung der sicherheitlichen Situation abgewogen wurde, auf den BfS-Internetauftritt verwiesen und ausgeführt, dass das BfS alle Schritte mehr als transparent mache (Video 2:38:02.) – siehe auch Beitrag Gorleben: Die Arroganz der Administration oder mehr?.

Information auf der Internetseite nicht zu finden

Auf der Internetseite ist aber die von Herrn Thomauske nachgefragte Information nicht zu finden. Insbesondere fehlt das Papier Abwägung von Varianten für einen Offenhaltungsbetrieb des Bergwerks Gorleben anhand von Kriterien, was dem BMUB am 12.03.2014 als Zwischenbericht präsentiert wurde und in einer Abschlussfassung Weiterlesen